Skip to content

Lass dich, überlass dich

18.05.2013

Du lass von zarten Blicken dich heben
auf die betropfte Irisblüte des Abends.
Stelle den Zeiger des Herzens auf die Neigung
des Lichts: Es birgt noch goldene Stille am Grund.

Lass von dem Lächeln, das dir nicht galt,
es hat wie Fliederduft träg sich verschwendet,
erweichen lasse dich. Schon sickert
aus den Hörnern des Schlafs warmes Harz.

Unterm Löß, hinter Mauern fädeln sich
leise Stimmen, Insektengetrommel,
glitzernde Liebeshärchen, flechtet
Nervengezwitscher sich umeinander.

Lass dich, überlass dich der liebenden
Deutung der Zeichen, die auf die Haut dir
blind Gefühl schreibt mit Schauern,
mit Atemwellen behauchenden Munds.

Kommentar hinterlassen

Note: XHTML is allowed. Your email address will never be published.

Subscribe to this comment feed via RSS

Top