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Gebrüll von Gnomen

03.04.2025
οὐκ ἔσθ’ οὗτος ἀνὴρ διερὸς βροτὸς οὐδὲ γένηται,
ὅς κεν Φαιήκων ἀνδρῶν ἐς γαῖαν ἵκηται
δηιοτῆτα φέρων· μάλα γὰρ φίλοι ἀθανάτοισιν.
οἰκέομεν δ’ ἀπάνευθε πολυκλύστῳ ἐνὶ πόντῳ,
ἔσχατοι, οὐδέ τις ἄμμι βροτῶν ἐπιμίσγεται ἄλλος.

Odyssee, 6, 201–205

 

Wahrlich, der lebt noch nicht, und niemals wird er geboren,
Welcher käm’ in das Land der phäakischen Männer, mit Feindschaft
Unsre Ruhe zu stören; denn sehr geliebt von den Göttern,
Wohnen wir abgesondert im wogenrauschenden Meere
An dem Ende der Welt, und haben mit keinem Gemeinschaft.

Johann Heinrich Voß

   

Der Dichter schläft, sein Auge aber wandert
durch Farne, Dämmerung der Endmoränen.
Vergebens sucht nach Schneelicht es bei Schwänen,
solang es feucht vom Tau des Monds mäandert.

Und wacht er auf, liegt auf zerknülltem Linnen
das Buch, die Odyssee, noch aufgeschlagen.
Zu matt mag er Delphinen nach nicht jagen,
nicht Salzflut fühlen in den Nacken rinnen.

Er blättert, möchte heitern Spielen nah
den Rufen scheuer Mädchenanmut lauschen,
den Namen nennen, ihn, Nausikaa.

Da bricht er los, der Lärm der Erdmaschinen,
er hört statt ferner Meereswellen Rauschen
Gebrüll von Gnomen, die dem Mammon dienen.

 

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